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Arten von Aktien – Welche Arten von Aktien gibt es?

In Deutschland können Aktiengesellschaften (AG) und Kommanditgesellschaften, deren Kapital in Aktien zerlegt ist (KGaA), Aktien ausgeben, die für ihre Anleger wertvolle Anlageinstrumente im Verhältnis zu ihren Anteilen an der Gesellschaft und gemäß der Genehmigung der Finanzmarktaufsichts sind. In der EU bzw. dem EWR können zudem Europäische Gesellschaften (SE) Aktien ausgeben.

Der Aktienmarkt ist einer von vielen Investitionsmöglichkeiten, der für Anleger zu finanziellem Erfolg führen kann. Wenn die Aktien, in die investiert werden soll, als Ergebnis einer umfassenden Recherche ermittelt werden, steigt die Gewinnwahrscheinlichkeit. Welche Anhaltspunkte müssen vor diesem Hintergrund berücksichtigt werden, bevor man mit der Suche nach guten Aktien beginnt? Welche Arten von Aktienoptionen gibt es?
 

Stammaktien

 

Stammaktien sind auf globaler Ebene die Art von Aktien, in die Anleger am häufigsten investieren. Stammaktien stellen nur das Eigentum an einem bestimmten Teil eines Unternehmens dar und gewähren den Aktionären bestimmte Rechte, darunter der Erhalt von Dividenden, die Stimmabgabe im Vorstand des Unternehmens, die Teilnahme an der Unternehmensführung und der Erhalt von Informationen über die Aktivitäten des Unternehmens. Auch im Falle einer Auflösung der Gesellschaft behalten die Stammaktionäre das Recht, eine Verzinsung proportional zum Wert des verbleibenden Vermögens zu erhalten. Sofern in der Satzung nicht anders bestimmt, gewähren Stammaktien allen Inhabern gleiche Rechte.
 

Vorzugsaktien

 

Vorzugsaktien, die auch als „Golden Stocks“ bezeichnet werden, beinhalten im Gegensatz zu Stammaktien kein Stimmrecht. Um dies auszugleichen, werden Aktionären von Vorzugsaktien im Vergleich zu Stammaktien privilegiertere Rechte gewährt. Eines dieser Privilegien ist die Ausschüttung einer Sonderdividende, welche i.d.R. höher ausfällt als die Dividende eines Stammaktionärs und früher ausgeschüttet wird.
 

Aktien nach Marktwert

 

Aktien können nach ihrem Marktwert, d.h. dem Gesamtwert aller ihrer Aktien, klassifiziert werden. Aktien von Unternehmen mit der größten Marktkapitalisierung werden als „Large-Cap-Aktien“ bezeichnet. Andererseits werden an den Börsen auch Aktien von Unternehmen mit relativ geringem Marktwert gehandelt, die als „Small-Cap-Aktien“ bezeichnet werden. Zwischen diesen beiden Kategorien findet man zudem die Kategorie der „Mid-Cap-Aktien“.

Zwischen diesen Kategorien gibt es keine spezifische Trennlinie. Darüber hinaus werden die Werte der Unternehmen, die an den eigenen Börsen des jeweiligen Landes gehandelt werden, unterschiedlich sein. Wenn wir jedoch die weltweiten Börsen berücksichtigen, gibt es eine allgemeine Meinung, dass Aktien mit einem Marktwert von 10 Mrd. US-Dollar und mehr als „Large Caps“ akzeptiert werden sollten. Während Aktien mit einem Marktwert zwischen 2 Mrd. und 10 Mrd. US-Dollar zur mittleren Kapitalklasse (Mid Caps) gehören, gelten Aktien von Unternehmen mit einem Marktwert von weniger als 2 Mrd. US-Dollar als „Small Caps“.

Während Large-Cap-Aktien als sichere und konservative Anlagemöglichkeit gelten, können Aktien von Mid-Cap- und Small-Cap-Unternehmen ein höheres Renditepotenzial haben, was oftmals mit einem höheren Risiko verbunden ist. Ob ein Unternehmen groß oder klein ist, sagt jedoch nichts über die mögliche Entwicklung seiner Aktien in Relation zu den Aktien dieser Gruppe aus.
 

Wachstums- und Substanzaktien

 

Wachstumsaktien beziehen sich, wie der Name schon sagt, auf Aktien von Unternehmen, von denen ein schnelleres Wachstum als von anderen Aktien erwartet wird. Generell entwickeln sich Wachstumsaktien in der Regel viel effektiver, wenn die Wirtschaft eines Landes wächst und die Zinssätze niedrig sind. Als Beispiel hierfür können Technologieaktien genannt werden.

Substanzaktien hingegen können als eher sichere Anlageinstrumente bezeichnet werden. In diese Kategorie fallen Aktien von bekannten Unternehmen mit einer hohen Marktkapitalisierung, die bereits zu Branchenführern geworden sind und daher kein hohes Wachstumspotenzial aufweisen. Unternehmen, die in Bereichen wie Finanzen, Gesundheitswesen und Energie tätig sind, gehören in diese Kategorie, weil sie eine stabile und zuverlässige Einnahmequelle bieten.
 

Öffentlich angebotene Aktien bei Börsengang (IPO)

 

Beim sog. „Initial Public Offering“ (IPO) werden neue Aktien eines Unternehmens angeboten, da dieses vor einem Börsengang steht. In der Regel platziert ein Unternehmen oder eine Gesellschaft vor dessen Börsengang ein öffentliches Angebot an Aktien, um das Kapital zu erhöhen, und dies den Börseninvestoren durch einen Aufruf oder eine Ankündigung bekannt zu geben.

Bekanntmachungen öffentlicher Angebote erfolgen häufig über schriftlich und visuelle Medien. Außerdem werden der Öffentlichkeit der Jahresabschluss und andere wichtige Informationen zur Verfügung gestellt. Auf der Grundlage dieser Informationen und des öffentlichen Angebotspreises können Anleger entscheiden, in diese bestimmte Aktie zu investieren.

Eine Aktie behält ihren IPO-Status in der Regel für mindestens ein Jahr. Öffentliche Angebotsaktien sind Finanzanlagen, die für Börseninvestoren von großem Interesse sind. Die Investition in die richtige IPO-Aktie zum richtigen Zeitpunkt kann auf lange Sicht äußerst vorteilhaft sein.
 

Dividendenaktien und nicht dividendenberechtigte Aktien

 

Eine Dividende ist eine Zahlung, die an die Anteilseigner eines Unternehmens im Verhältnis zu ihrem Anteil am Gewinn des Unternehmens ausgeschüttet wird. Die Dividendenzahlungen erfolgen aus dem Jahresüberschuss der Gesellschaft oder aus den für Dividendenzahlungen gebildeten Rücklagen. Bei Aktiengesellschaften beschließt die Hauptversammlung über die Ausschüttung der Dividende.

Um dividendenberechtigt zu sein, müssen die Aktionäre die entsprechenden Aktien an dem von der Hauptversammlung der Gesellschaft festgelegten Dividendenausschüttungstag halten. Die von verschiedenen Unternehmen angewandten Dividendenausschüttungstage können variieren.

Viele Aktien bieten ihren Aktionären regelmäßige Dividenden. Dividendenaktien sind oft bevorzugte Anlageprodukte, da sie eine wertvolle Einnahmequelle für Anleger darstellen.

Nicht jedes Unternehmen zahlt Dividenden aus. Einige der größten Unternehmen der Welt zahlen nicht einmal Dividenden. Dennoch können diese Arten von Aktien dank ihres steigenden Wertes verwendet werden, um eine gute Rendite zu erzielen. Die Motivation der Anleger in den letzten Jahren deutet auf ein größeres Interesse an Dividendenaktien hin.
 

Zyklische Aktien und nicht zyklische Aktien

 

Zyklische Aktien beziehen sich auf Aktien aus Sektoren oder Unternehmen, die sehr sensibel auf den allgemeinen Konjunkturzyklus reagieren und direkt und stark von der Wirtschaftsleistung beeinflusst werden. Es wird erwartet, dass die Wertentwicklung dieser Aktien in Form von Anstiegen, Rückgängen und Schwankungen parallel zu den Spitzen-, Rezessions- und Erholungsphasen der Wirtschaft erfolgt.

In einem Marktumfeld mit starkem Wirtschaftswachstum dürften solche Aktien besser abschneiden als andere. Andererseits kann der Wertverlust dieser Aktien in Zeiten der Rezession, wenn die Wirtschaftsindikatoren aus irgendeinem Grund alarmierend sind, stärker ausfallen als bei anderen.

Ein Beispiel für zyklische Aktien sind Airline-Aktien. Als natürliche Folge der Tatsache, dass der Lufttourismus ein Sektor ist, der von fast jeder Wirtschafts- und Finanzkrise weltweit stark betroffen ist, können die Aktien dieser Unternehmen in solchen Zeiten auch einen starken Rückgang aufweisen. Allerdings können sie neben wirtschaftlichen Erholungssignalen auch starke Aufwärtsbewegungen aufzeigen.

Nichtzyklische Aktien bezeichnen Aktien, die weniger sensibel auf allgemeine Wirtschaftsdaten reagieren; sie werden indirekt von der Konjunktur beeinflusst oder bewegen sich sogar in die entgegengesetzte Richtung der allgemeinen Wirtschaftsaussichten. Aktien von Unternehmen, die Kernprodukte und -dienstleistungen herstellen, fallen in diese Kategorie.

Als Ergebnis der Suche nach einem sicheren Hafen können auch nicht zyklische Aktien überdurchschnittlich gut abschneiden, was insbesondere in Zeiten wirtschaftlicher Rezession und Unsicherheit gilt.
 

Blue-Chip-Aktien

 

Blue-Chip-Aktien beziehen sich auf Aktien großer, etablierter Unternehmen, die einen hohen Marktwert aufweisen und in ihren Tätigkeitsbereichen führend sind. Blue-Chip-Aktien haben oft keine hohen Renditen, aber die starken institutionellen und finanziellen Strukturen der dahinterstehenden Unternehmen machen diese Aktien zu einem stabilen Finanzanlageinstrument. Daher werden sie häufig von langfristig orientierten Aktienanlegern bevorzugt. Blue-Chip-Aktien entwickeln sich tendenziell gut, insbesondere wenn man Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit berücksichtigt.

Beispiele für Blue-Chip-Aktien sind Aktien von IT-Giganten wie Microsoft, Google und Intel, globale Medizinunternehmen wie Pfizer und Johnson & Johnson sowie führende Einzelhändler wie Unilever und P&G. Noch heute wird das Unternehmen IBM als „Big Blue“ bezeichnet.

Blue-Chip-Aktien sind besonders wichtig beim Aufbau eines langfristigen Anlageportfolios. Diese Aktien sind äußerst beliebte Geldanlagen bei Anlegern, die ihr Kapital schützen wollen oder relativ niedrige, aber stabile Renditen erwarten.